Rückblicke auf Salzburg

Barbara und ich waren das letzte Wochenende in Salzburg und haben viel erlebt. Nachdem das Programm so voll war wird nun der übliche Reisebericht nachgeliefert.

Tag 1 – die Anreise

Wir fahren in der Früh von Wien los in Richtung Wolfgangsee. Überraschenderweise führt uns das Navi nicht über die A1 sondern über die A2, S6 und A9. Auch gut, laut Navi ist die Strecke zwar 20km länger dafür aber auch 20 Minuten kürzer.

Bei der Fahrt haben wir dann auch die ersten technischen Probleme. Die Kombination aus meinem alten Handy-Ladegerät, dem Handy mit laufender Navigation und der Sonneneinstrahlung resultiert in einer Überhitzung – und das Handy lädt nicht mehr. Mit noch 1% Akkuladung kommen wir gerade noch in unserer Pension an.

Wir werfen schnell unsere Sachen aufs Zimmer und genießen die letzten Stunden des Tages am See bevor wir auf gut Glück eine Seepromenade aussuchen um dort noch ein wenig spazieren zu gehen und unser Nachtmahl zu genießen. Wie es unser Glück so will suchen wir uns dafür die Gemeinde Strobl aus, die sich selbst als die ruhigste und unbekannteste Gemeinde am Wolfgangsee bezeichnet. So kann’s einem gehen.

Tag 2 – Extremsport und Kultur

Am Vormittag soll das Wetter noch schön bleiben, also fahren wir nach Flachau. Damit die Strecke mehr Spaß macht werden wir vom Navi über den Pass Gschütt gejagt – eine wunderbare Gegend, doch mühsam zu befahren und wir haben keine Zeit zum Fotografieren da wir einen Termin haben: um 10:30 müssen wir beim Zorbing sein.

Zorbing macht Spaß. Man wandert gemütlich einen Hügel hoch, steigt oben in einen doppelwandigen, überdimensionalen Hamsterball in dem man festgeschnallt wird und lässt sich den Hügel in dem selbigen wieder hinunterwerfen. Nachdem all unsere inneren Organe wieder ihre normalen Plätze eingenommen haben geht es weiter zur Sommerrodelbahn nebenan wo meine Frau ihre erste Fahrt zwar mit leichten Startschwierigkeiten doch ansonsten ganz passabel meistert. Die A10 bringt uns relativ flott nach Salzburg wo wir nach einer Besichtigung der Gärten beim Schloss Mirabell noch ein wenig durch die Stadt wandern und danach in aufbrechen die Stiegl-Brauwelt zu besichtigen.

Dort lernen wir einiges über die Braukunst und die Biere Österreichs , bekommen ein paar Kostproben (wobei ich als Autofahrer mich an die Radler und antialkoholischen Getränke halten musste) und genießen die letzten Sonnenstrahlen bevor wir in strömenden Regen wieder heinwärts fahren.

Wir halten am Heimweg noch in St. Gilgen wo wir im M-Place einer interessanten Kombination aus Mediterraner und Thailändischer Küche begegnen.

Tag 3 – Regen, Regen, Salzburg und Regen

Heute ist so richtig schlechtes Wetter. Es nieselt immer wieder und wenn sich der Regen kurz verzieht ist es nur um Luft zu holen für einen kräftigen Schauer. Also besuchen wir Salzburg noch einmal. Wir parken wieder unweit des Mirabellplatzes und gehen über den Residenzplatz auf die Festung Hohensalzuburg hinauf.

Nach einer – wetterbedingt kurz gehaltenen – Besichtigung fahren wir mit der Bahn wieder hinunter um auf der Getreidegasse und in der näheren Umgebung ein Lokal zu finden das Salzburger Nocken anbietet – überraschenderweise ist das in Salzburg nicht wirklich leicht zu finden. Wir sitzen im gefundenen Lokal namens S’Nockerl 2 Stunden im Freien in der Kälte doch die Nocken machen die Witterung und das schlechte Service halbwegs wieder wett.

Mit vollen Bäuchen fahren wir nun zum letzten Programmpunkt des heutigen Tages: die Wasserspiele im Schloss Hellbrunn. Bei der Führung werden wir alle von den Trickspielen durchnässt – man weiß nicht, ob man den Schirm gegen den Regen über den Kopf halten oder als Abwehr gegen die Trickbrunnen verwenden soll. Alles in Allem ist es jedoch sehr schön dort und einige der wassergetriebenen Mechanismen versetzen einen in Staunen, so zum Beispiel das Puppenspiel mit hunderten von bewegten Figuren und einer Wassergetriebenen Orgel.

Abends kehren wir in St. Wolfgang ein bevor wir erschöpft ins Bett fallen.

Tag 4 – Berge und Heimreisen

Heute geht es also wieder nach Hause, aber davor wollen wir noch einen letzten touristischen Kraftakt vollbringen. Wir fahren mit der Zahnradbahn auf die Schafbergspitze und sind im ersten Moment enttäuscht: nur Nebel, keine Aussicht. Nach einem Jagatee löst sich dieses Problem jedoch in Luft auf und wir stapfen ein wenig über Stock und Stein um die Aussicht auf das umliegende Land von verschiedenen Punkten zu genießen.

Nach einem Mittagessen im Berghotel Schafbergspitze geht es wieder mit der Bahn hinunter, wir verabschieden uns von der Gegend und fahren zurück in die Heimat.

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